normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
Drucken
 

Vertrauensstelle für Gewaltprävention

Das Förderzentrum Friedrichshulde hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Einrichtung einen respektvollen, Grenzen wahrenden Umgang mit einander sowie eine offene Kultur gegen Gewalt zu fördern. Zu diesem Zweck wurde eine Koordinationsstelle eingerichtet: die Vertrauensstelle für Gewaltprävention.

 

Jeder Mensch kann Gewalt ausüben (Täter sein) und Gewalt erleben (Opfer sein). BewohnerInnen, MitarbeiterInnen, Eltern, gesetzliche BetreuerInnen, NachbarInnen – alle sind aufgefordert, nicht zu schweigen oder wegzuschauen, wenn sie Gewalt im Förderzentrum Friedrichshulde erleben oder beobachten, sondern sich an die Vertrauensstelle zu wenden.

 

Ihre Ansprechpersonen in der Vertrauensstelle sind:

 

Claus Luther-Mosebach als interner Stelleninhaber

Herr Luther-Mosebach ist Lehrer im Förderzentrum.

0160 800 500 61 | 

 

Andrea Dahli als externe Stelleninhaberin

Frau Dahli ist selbständige Diplom-Sozialpädagogin, Mediatorin

und Coach.

0178 400 39 81 |

 

Jeden Montag findet von 14:30 – 15:30 eine offene Sprechstunde im Arztzimmer statt.

Zudem hat die Vertrauensstelle einen eigenen Briefkasten. Er hängt im Flur zwischen Saal und Büro.

 

Folgende Fragen werden im Zusammenhang mit der Vertrauensstelle häufig gestellt:

Die Antworten erhalten Sie durch Anklicken.

 

Wer kann sich an die Vertrauensstelle wenden?

Wann kann ich mich an die Vertrauensstelle wenden?

Was passiert, wenn ich mich an die Vertrauensstelle wende?

Welche Aufgaben hat die Vertrauensstelle noch?

Was ist eigentlich Gewalt?

Was kann ich tun, wenn ich im Förderzentrum Friedrichshulde Gewalt erkenne?

 

 

Wer kann sich an die Vertrauensstelle wenden?

Alle, die mit dem Förderzentrum zu tun haben, z.B. BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und andere in der Einrichtung Tätige sowie Eltern, gesetzliche BetreuerInnen und NachbarInnen.

zurück

 

Wann kann ich mich an die Vertrauensstelle wenden?

  • Wenn ich Opfer von Gewalt geworden bin oder Angst davor habe, es zu werden

  • Wenn ich eine Gewalttat beobachtet oder Hinweise darauf gefunden habe

  • Wenn ich selbst Gewalt angewendet habe

  • Wenn ich verhindern möchte, dass ich selbst oder jemand anderes eine Gewalttat begeht

  • Wenn ich eine Idee zur weiteren Förderung der Gewaltfreiheit in Friedrichshulde habe

  • Wenn ich Fragen zum Thema habe

 

Grundsätzlich sind wir für Konflikte und Gewaltvorfälle zuständig, die zwischen Personen stattfinden, die auf verschiedenen Machtebenen stehen, z.B. MitarbeiterInnen – BewohnerInnen, Leitung – MitarbeiterInnen oder Eltern – Kinder. Wenn Sie aber unsicher sind oder die Zuständigen aus irgendeinem Grund nicht kontaktieren möchten, sprechen Sie uns gerne an. Beim Verdacht auf sexuellen Missbrauch sind wir immer die Ansprechstelle.

zurück

 

Was passiert, wenn ich mich an die Vertrauensstelle wende?

Die Vertrauensstelle hört mich an und bespricht mit mir weitere Schritte. Das können sein:

  • Die Vertrauensstelle dokumentiert meine Angaben.

  • Die Vertrauensstelle coacht mich, d.h. hilft mir dabei, Schritte zu entwickeln, die ich gehen kann.

  • Die Vertrauensstelle spricht mit den anderen Personen, um die es geht.

  • Es findet ein gemeinsames, moderiertes Klärungsgespräch statt.

  • Die Vertrauensstelle organisiert, wenn dies sinnvoll ist, Unterstützung durch Leitungsverantwortliche, LehrerInnen und ErzieherInnen, Eltern oder gesetzliche BetreuerInnen, TherapeutInnen, Opferhilfe- oder andere Beratungsstellen oder auch die Polizei und arbeitet mit ihnen zusammen.

  • Die Vertrauensstelle erarbeitet – für mich transparent – ein Konzept für das weitere Vorgehen und setzt dieses um bzw. in Gang.

 

Dabei achtet die Vertrauensstelle immer auf den Schutz der Opfer und anderer Beteiligten sowie auf größtmögliche Vertraulichkeit. Die Weitergabe von Informationen wird immer mit mir abgestimmt.

zurück

 

Welche Aufgaben hat die Vertrauensstelle noch?

Unsere Aufgabe es auch, Gewalt vorzubeugen. Wir sorgen deshalb so gut wie möglich dafür, dass sich in der Einrichtung ein offener Umgang mit dem Thema entwickelt. In einem offenen Klima haben Opfer eine größere Chance, Unterstützung zu erhalten. Wir streben an, dass alle im Förderzentrum ihr Handeln besser einschätzen können, möglicherweise gewalttätige Handlungen reflektieren und nach Alternativen suchen. Zu diesem Zweck informieren wir alle, die mit der Einrichtung zu tun haben, über unsere Vertrauensstelle und das Thema Gewalt. Wir organisieren nach Möglichkeit Fort- und Weiterbildungen zum Thema. Wir schützen und stärken die BewohnerInnen und MitarbeiterInnen, beraten alle, die dies wünschen, und haben ein Auge auf die strukturellen Bedingungen, die eventuell Gewalt begünstigen.

zurück

 

Was ist eigentlich Gewalt?

 

Gedicht "Die Gewalt"

 

Gewalt liegt vor, wenn ein Mensch unbeabsichtigt oder gezielt körperlich oder seelisch verletzt wird. Nicht immer ist das eindeutig. Und nicht jede Gewalt ist immer vermeidbar. Beispielsweise ist es manchmal notwendig, die Selbstbestimmungsrechte eines Menschen zu seinem Schutz einzuschränken. Auch können im Gruppenkontext nicht alle Regeln ständig zur Disposition stehen, wenn konstruktives Arbeiten möglich sein soll. Es ist aber sinnvoll, immer wieder die Gründe für das eigene Handeln zu reflektieren und ggf. nach Alternativen zu suchen. Dabei unterstützen wir Sie gerne.

 

Beispiele für Gewalt finden Sie hier.

zurück

 

Was kann ich tun, wenn ich im Förderzentrum Friedrichshulde Gewalt erkenne?

  • Wahrnehmen, d.h. hinschauen, zuhören

  • Ernst nehmen

  • Meldebogen ausfüllen, falls zur Hand, und Vertrauensstelle informieren

  • Täter bei sexuellen Übergriffen nicht konfrontieren, sondern gleich Vertrauensstelle oder Leitung einschalten

  • Bei sexuellen Übergriffen keine weiteren Dritten informieren

  • Bei sexuellem Kontext auch „komische Gefühle“ melden, nicht auf Beweise warten

  • Nicht selber untersuchen! Melden! Schutz hat Vorrang vor allem anderen

  • Betreute/Kinder stärken, damit sie bewusst mit dem Thema umgehen und ihre Grenzen schützen können, z.B. indem sie sich an die Vertrauensstelle wenden

  • Besondere Verantwortung für jene, die das nicht selber können

  • Ständig eigene Beweggründe und Glaubenssätze reflektieren

  • Freiheitseinschränkende Zwangsmaßnahmen immer melden, um mit Dritten reflektieren zu können, ob es Alternativen gibt

  • Vorbild sein im Umgang mit eigene und fremden Grenzen sowie Konflikten

zurück

 

 

Neues aus Friedrichshulde